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Gemeiner oder GewöhnlicherNagekäfer (Anobium punctatum)

Vorkommen und Bedeutung

Der Gewöhnliche Nagekäfer gilt als der häufigste der holzzerstörenden Käfer und zugleich als wirtschaftlich wichtigste Käferart der Anobien. Mit dem im Volksmund bezeichneten “Holzwurm” ist dieser Käfer gemeint. Die Käfer sind ortstreu, d.h., dass sie ihre Eier selbst in die Hölzer legen, aus denen sie geschlüpft sind. Sie sind in Innenräumen, insbesondere an kühlen und feuchten Stellen anzutreffen. Frei bewittertes Holz ist nur sehr gering gefährdet. Die Schädigungen an den Holzteilen reichen bis zum statischen Versagen der Konstruktionen.

Lebensbedingungen, Lebensweise und Holzschädigung

Lebensbedingungen und Lebensweise

Vom Gewöhnlichen Nagekäfer werden Nadel- und Laubhölzer befallen. Bei Farbkernhölzern (Kiefer, Eiche) ist nur mit einem Befall des Splintholzes zu rechnen. Kernhölzer werden nur befallen, wenn es bereits zu einer Pilzschädigung gekommen ist. Das Holzalter spielt keine Rolle, die Entwicklung der Larven ist in alten Hölzern jedoch verlangsamt.

Die Larven haben ein Temperaturoptimum bei 22° - 23° C, unterhalb von 10 - 12% Holzfeuchte hört die Entwicklung der Larven auf.

Die Generationsdauer von der Eiablage bis zum Käfer variiert je nach Nährstoffangebot zwischen 2 - 4 - 8 Jahre. In den Monaten Mai bis Juli ist die Hauptflugzeit der Käfer. Die Weibchen legen ca. 20 - 50 Eier in Holzrisse und in alte Ausschluplöcher.

Erkennungsmerkmale

Larven:

Gelblich bis Weiß und gekrümmt. Der Larvenkörper besitzt drei Beinpaare. Die Länge beträg 4 - 6 mm. Der Kopf setzt sich erkennbar vom Larvenkörper ab. Seitlich sind jeweils neun Atemöffnungen zu erkennen.

Fraßbild:

Die Larven fressen sich unregelmäßig durch das Holz. Die Fraßgänge und Ausschlupflöcher haben einen Durchmesser von 1 - 2 mm.

Die Bohrgänge sind mit lockerem Bohrmehl und länglich-runden, an einem Ende zugespitzten Kotpartikeln gefüllt.

Käfer:

Der Körper des Käfers ist rund und länglich, dunkelbraun bis schwärzlich. Auf den Flügeldecken befinden sich feine, in Längsrichtung verlaufende Punktreihen/-streifen.

Die weiblichen und männlichen Käfer werden etwa 3 - 5 mm lang. Charakteristisch ist der den Kopf überdeckende kapuzenartige Halsschild.

Schutzmaßnahmen

Nach DIN 68800. Amtlich zugelassene Holzschutzmittel mit dem Prüfprädikat Iv (Insektenvorbeugend).

Sanierung

Nach DIN 68800 Teil 4. Als Bekämpfungsmaßnahmen kommen chemische Bekämpfungsmittel, Begasung sowie das Heißluftverfahren in Frage. Grundsätzlich ist zu prüfen, ob ein aktiver Befall durch den Gemeinen Nagekäfer vorliegt. Schutz- und Sanierungsmaßnahmen sind dann nur von speziell geschulten Fachleuten zu planen.

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